Mehrwertsteuerrechner

Der Mehrwertsteuerrechner auf dieser Seite hilft Ihnen bei der Berechnung der Bruttopreise und Nettopreise und der enthaltenen Umsatzsteuer (umgangssprachlich auch als Mehrwertsteuer bezeichnet). Außerdem finden Sie hier jede Menge Wissenswertes zum Thema Mehrwertsteuer.

Der Staat ist kreativ, wenn es um's Erfinden von neuen Steuern geht. Die Mehrwertsteuer ist eine sehr alte Erfindung und trotzdem schlägt Sie bei fast jeder Transaktion in Deutschland kräftig zu Buche. Rechnen Sie jetzt mit dem Mehrwertsteuerrechner aus, wieviel Mehrwertsteuer in einem Preis enthalten ist und wie hoch der Nettopreis ist, oder wieviel Mehrwertsteuer zum Nettopreis hinzukommt und wie hoch der Bruttopreis ist. Der Mehrwertsteuerrechner kennt anhand Ihrer Eingabe automatisch, ob der Bruttopreis oder Nettopreis gesucht ist. Nutzen Sie jetzt den Mehrwertsteuerrechner zum berechnen der Mehrwertsteuer und es Brutto- oder Nettopreises!

Mehrwertsteuerrechner

Geben Sie hier den Nettopreis (Preis ohne Mehrwertsteuer) ein.

Wählen Sie den zu verwendenden Mehrwertsteuersatz aus.

Geben Sie hier die gezahlte Mehrwertsteuer an.
Geben Sie hier den Bruttopreis (Preis inklusive Mehrwertsteuer) ein.

Allgemeines zur Mehrwertsteuer (MwSt)

Der Preis (Bruttopreis) einer Ware oder Dienstleistung besteht fast immer aus dem Nettopreis zuzüglich der Mehrwertsteuer. Auf der Rechnung, die ein Kunde erhalten muss, müssen Nettopreis, Mehrwertsteuersatz, Mehrwertsteuerbetrag und Bruttopreis ausgewiesen sein. Diese Angaben können Sie mit dem Mehrwertsteuerrechner / Umsatzsteuerrechner überprüfen. Manchmal beinhalten Angebote auch nur den Nettopreis. Hier kann man sich mit dem Mehrwertsteuerrechner die Gesamtkosten ausrechnen. Der reguläre Mehrwertsteuersatz in Deutschland liegt bei 19 Prozent. Er gilt für den Großteil aller Waren und Dienstleistungen. Der ermäßigter Satz liegt in Deutschland bei 7 Prozent und war zunächst nur für Waren des Grundbedarfs gedacht. Dazu zählten zum Beispiel Obst, Gemüse, Fleisch, Wurst und Käse. Mit der Zeit wurde der reduzierte Mehrwertsteuersatz auf immer mehr Warengruppen und Dienstleistungen erweitert.

Tipp: Wenn sie in Ländern mit einem höheren Mehrwertsteuersatz als in Deutschland Waren eingekauft haben, dann können Sie sich in Deutschland Mehrwertsteuer zurückerstatten lassen.

Was ist der Unterschied zwischen Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer und Vorsteuer?

Der Begriff Mehrwertsteuer ist ein umgangssprachlicher Begriff und bedeutet das gleiche wie der gesetzlich geregelte Begriff der Umsatzsteuer. Der Begriff Umsatzsteuer rührt daher, dass mit dieser Steuer die Umsätze, also all das was ein Unternehmen erwirtschaftet (verkauft) versteuert werden. Der Begriff Mehrwertsteuer hat daher seine Berechtigung, weil im Endeffekt ein Unternehmen nur auf den Teil des Produkts oder der Dienstleistung diese Steuer zahlen muss, der im Unternehmen geschaffen wurde. Also auf den Mehrwert. Wenn das Unternehmen also ein Produkt oder eine Dienstleistung eingekauft hat, dieses weiterverarbeitet oder weiterentwickelt oder einfach nur teurer verkauft, dann muss es auf die Differenz zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis die Mehrwertsteuer zahlen. Tatsächlich wird die Mehrwertsteuer sogar auf den gesamten Verkaufspreis = Umsatz berechnet. Jedoch kann sich das Unternehmen für den Einkauf der Ware oder Dienstleistung auf den Einkaufspreis die darin enthaltenden Umsatz-/Mehrwertsteuer erstatten lassen. Dies ist für das Unternehmen die so genannte Vorsteuer. Bei der Umsatzsteueranmeldung kann daher das Unternehmen von der zu zahlenden Umsatzsteuer die gezahlte Vorsteuer abziehen. Für die Unternehmen fällt die Mehrwertsteuer nicht ins Gewicht, da sie immer auf den Verkaufspreis aufgeschlagen wird und der Verbraucher sie letztendlich zahlen muss. Auch alle Wettbewerber (bis auf Unternehmen, die der Kleinunternehmerregelung unterliegen) müssen die Mehrwertsteuer berechnen. Somit geht die Mehrwertsteuer also nur zu Lasten des einzelnen Verbrauchers zugunsten der Staatskasse. Für den Endverbraucher handelt es sich bei der Mehrwertsteuer also um eine Steuer, die er alleine zu tragen hat. Daher ist die Mehrwertsteuer eine klassische Endverbrauchssteuer. Die Umsatzsteuer ist eine indirekte Steuer. Bei einer indirekten Steuer ist der Steuerschuldner und derjenige, der die Steuer trägt nicht identisch. Die indirekte Umsatzsteuer wird vom Steuerschuldner auf den Endverbraucher abgewälzt. Sie wird aber nicht vom Endverbraucher, an die Finanzbehörden abgeführt, sondern vom Steuerschuldner. Zu den indirekten Steuern zählen auch alle Verbrauchsteuern.

Wann gilt die Mehrwertsteuer?

Ob ein Geschäftsvorgang der Umsatzsteuer unterliegt, das heißt Umsatzsteuerpflichtig ist oder nicht, ist um Gesetz klar definiert. Umsatzsteuer ist dann zu auszuweisen, wenn ein Unternehmen innerhalb Deutschlands Lieferungen und Leistungen im Rahmen eines Leistungsaustauschs erbringt. Das heißt, wenn das Unternehmen für seine Leistung entweder mit Geld oder Naturalien bezahlt wird. Wenn ein Eigenverbrauch vorliegt, also ein Unternehmer Waren aus seinem eigenen Unternehmen unentgeltlich entnimmt und verbraucht so ist auch dieser Umsatzsteuerpflichtig. Als Bezugsgröße für die Berechnung der Umsatzsteuer ist hier der Einkaufspreis zzgl. Selbstkosten (bei Weiterverarbeitung) zum Zeitpunkt des Verbrauchs anzusetzen.

Ausnahmen bei der Umsatzsteuer

Im Umsatzsteuerrecht gibt es verschiedenen Ausnahmen. Von der Umsatzsteuer befreit sind z. B. der Kauf und Verkauf von Grundstücken. Hier wird stattdessen eine Grunderwerbsteuer fällig. Ein weiteres Beispiel sind Käufe und Verkäufe von Gold, die derzeit keiner Umsatzsteuer unterliegen. In der Finanzdienstleistungsbranche bei Banken und Versicherungen fällt für die meisten Leistungen keine Umsatzsteuer an. Ebenso in den Heilberufen. Ausfuhren, die als Ziel ein Land außerhalb der Europäischen Union haben lösen ebenfalls keine Umsatzsteuer aus. Zudem gibt es viele Waren und Warengruppen die einer ermäßigten Umsatzsteuer unterliegen (siehe Höhe der Umsatzsteuer in Deutschland). Wenn Sie die Mehrwertsteuer für diese Warengruppen errechnen möchten, müssen Sie im Mehrwertsteuerrechner den ermäßigten Steuersatz von 7% auswählen.

Die Kleinunternehmerregelung

Eine besondere Regelung bei der Umsatzsteuer gilt für so genannte Kleinunternehmer. Kleinunternehmer dürfen sich Unternehmer nennen, deren Umsätze sich auf „geringem" Niveau befinden. Das heißt, der Vorjahresumsatz muss kleiner als 17500 € gewesen sein und der aktuelle Jahresumsatz darf voraussichtlich die Marke von 50000 € nicht überschreiten. Dies Unternehmer, die zur Kleinunternehmerregelung nach Umsatzsteuergesetz optieren, dürfen auf Ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen und können auch keinen Abzug von Vorsteuern geltend machen. Dafür sind sie auch von der Abgabe einer Umsatzsteuererklärung befreit, brauchen also keinen Mehrwertsteuerrechner zu benutzen.

Pauschal kann die Kleinunternehmerregelung weder negativ noch positiv für ein Unternehmen bewertet werden. Dies hängt von der Unternehmenssituation ab. Bei hohen Investitionen oder viel Wareneinkauf von anderen Unternehmen sollte für die Umsatzsteuer optiert werden, da hier eine Menge Vorsteuer abgezogen werden, was eine bare Geldersparnis bedeuten kann.

Die Höhe der Umsatzsteuer in Deutschland

Grundlage der Bemessung für die Berechnung der Mehrwertsteuer in Deutschland ist der Nettopreis. Zum Nettopreis einer Ware oder Dienstleistung kommen neben Materialkosten / Warenkosten auch Kosten für Anfahrten oder Aufbau. Zum Nettopreis wird die Umsatzsteuer hinzugerechnet, um den Bruttopreis zu erhalten. Der normale Mehrwertsteuersatz, der auf den Nettopreis aufgeschlagen wird liegt bei 19 %. Bei Waren die dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz unterliegen werden 7 % Mehrwertsteuer aufgeschlagen. Beispiele für Warengruppen mit ermäßigtem Mehrwertsteuersatz sind Bücher und andere Printerzeugnisse, Lebensmittel und Kunstgegenstände (Dazu gehören auch Silbermünzen, die derzeit noch mit 7 % ermäßigt besteuert werden. Dies soll demnächst jedoch geändert werden und die Umsatzsteuer für Silbermünzen auf 19 % angehoben werden). Im Mehrwertsteuerrechner können Sie zwischen dem normalen Mehrwertsteuersatz von 19% und dem ermäßigten von 7% auswählen.

Formalien bei der Mehrwertsteuer

Unternehmen müssen, um einen Vorsteuerabzug erhalten zu können eine Rechnung haben, die den Formvorschriften für Rechnungen nach dem Umsatzsteuergesetz genügt. Unvollständige Angaben in der Rechnung und Nichteinhaltung der Formvorschriften können dazu führen, dass der Vorsteuerabzug vom Finanzamt nicht anerkannt wird. Zu den Pflichtangaben gehören der Name und die Anschrift des Unternehmens das die Leistung erbringt, der Name und die Anschrift des Empfängers der Leistung, Liefer- oder Leistungstermin, Anzahl und Bezeichnung der gelieferten Artikel oder Art und Umfang der Dienstleistung, die gegebenenfalls nach unterschiedlichen Mehrwertsteuersätzen aufgeschlüsselten Nettopreise und die darauf entfallende Mehrwertsteuer, das Rechnungsdatum, eine eindeutige Rechnungsnummer und die Steuernummer bzw. die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des ausstellenden Unternehmens. Umsatzsteuererklärungen bzw. Umsatzsteuervoranmeldungen müssen in regelmmäßigen Abständen (meist monatlich oder vierteljährlich) dem Finanzamt vorgelegt werden. Dies geschieht mit Hilfe der Elster-Software

Historie der Mehrwertsteuer in Deutschland

Die Mehrwertsteuer gab es schon zu Zeiten von Karl dem Großen, als Abgabe, wenngleich auch unter anderem Namen und auf verschiedene Einzelsteuern aufgeteilt. Eine Zusammenfassung zu einer Umsatzsteuer geschah erst im 18. Jahrhundert im deutschen Kaiserreich. Anfangs noch ein harmloses halbes Prozent, stiegt die Umsatzsteuer ab 1935 auf zwei Prozent, ab 1946 auf vier Prozent um ab 1968 rasant auf 10% zuzulegen. Im Zeitraum bis zum Jahr 2007 gab es weitere Anstiege bis auf dato 19%. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz lag ab 1968 bei fünf Prozent und stiegt 1983 auf sieben Prozent. Seitdem ist er unverändert. Um die Mehrwertsteuer, die in einer Ware oder Dienstleistung enthalten ist oder die zu einem Nettopreis hinzukommt auszurechnen, können Sie den Mehrwertsteuerrechner oben benutzen.